Buchempfehlung: Blaue Bohnen und gebrochene Herzen (von Bianka Fuchs)

Bianka Fuchs erzählt in ihrem Buch die eigene Geschichte von ihrem Kampf aus der Depression. Nachdem ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist, fällt Bianka Fuchs in eine Lebenskrise und versucht diese in einer Tagesklinik zu bewältigen. Doch intepretiert sie ihre Krise als Schwächeanfall und versucht schon bald ihr Leben wieder aufzunehmen. Dabei stürzt sie sich in die Arbeit und erleidet schon bald einen Rückfall. Mit ihrem Rückfall begibt sie sich in eine stationär-psychiatrische Klinik. Dort bringen ihr die Therapeuten sehr viel Verständnis und Mitgefühl entgegen, was für sie ungewohnt und am Anfang schwierig war anzunehmen. So wird sie während der Therapie immer von zwei Stimmen begleitet, dem Stabsoffizier und der Nato-Friedenstruppe. Beide liefern sich Wortgefechte und bewirken eine innere Zerissenheit zwischen sich verschließen, zur Abwehr aufrüsten und sich zu öffnen. Welche der beiden Stimmen letztendlich gewinnt bleibt lange offen…

“Blaue Bohnen und gebrochene Herzen” ist eine sehr rührende Geschichte vom inneren Kampf in der Psychotherapie. Humorvoll und selbstironisch beschreibt Bianka Fuchs ihre Erlebnisse und macht mit ihrem Buch Frauen in der Depression Hoffnung. Durch die bewusste Kürze des Buches ist es in einer Depression gut zu lesen und überfordert nicht. Doch auch wenn man sich nicht in solch einer Situation befindet empfielt sich dieses Buch, da es Einblicke in die Psyhotherapie gibt und einen beim Lesen in seinen Bann zieht.

Ein Kommentar zu “Buchempfehlung: Blaue Bohnen und gebrochene Herzen (von Bianka Fuchs)”

  1. Mai 13th, 2012

    Kerstin:

    „Das musst du unbedingt lesen!“, mit diesen Worten hielt meine Freundin mir dieses Buch vor die Nase. Ich dachte noch so, „Burnout, will ich da jetzt wirklich was von lesen, hmm?“
    Schon schlug sie es auf und begann mir daraus vorzulesen. Mit wachsender Begeisterung und immer wieder kehrenden Lachanfällen hörte ich zu. Ich beschloss schnellstmöglich mit dem Lesen anzufangen. Gleich am nächsten Tag saß ich mit dem Buch in der Hand im Wartezimmer einer Arztpraxis. Immer öfter schielten die anderen Patienten zu mir rüber, da ich mir das Lachen nicht verkneifen konnte.
    Es soll all den Menschen Mut machen, welche am Burnout-Syndrom leiden und ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind, aber es zu schaffen ist, sich wieder aufzurappeln und mit der richtigen Einstellung in sein Leben zurückfindet.
    Es macht deutlich, man ist nicht allein mit dem Problem und es vermittelt sehr gut die Ängste und Verletzlichkeit, die ein Burnout-Syndrom mit sich bringt.
    Man braucht die Hilfe von anderen Menschen. Von Freunden und Verwandten genauso wie von Ärzten und Therapeuten. Annehmen und sich drauf einlassen muss man sich ebenfalls. Allein ist das Wideraufstehen sehr schwer und es geht nicht über Nacht.
    Dabei hat die Autorin so herzerfrischend geschrieben und mit einem wunderbaren trockenen Humor macht es sehr viel Spaß. Dieses Buch will man definitiv erst am Schluss wieder aus der Hand legen.
    Ich kann es nur empfehlen, auch für alle Verwandte und Freunde eines betroffenen Menschen.

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